Winterdepression, adé! – Diese 10 ätherischen Öle helfen wirklich

Wenn Du Dich niedergeschlagen, lustlos und melancholisch fühlst, sobald die Wintermonate anbrechen und es draußen düster, kalt und ungemütlich wird, dann könnte es sein, dass Du unter einer Winterdepression leidest. Die gute Nachricht ist, dass sich ätherische Öle hiergegen als sehr wirkungsvoll erwiesen haben.

In diesem Artikel erzähle ich ein wenig über die Hintergründe der Winterdepression und gebe Dir einen Überblick darüber, welche Öle Dir, solltest Du betroffen sein, wirklich helfen können.

Woran erkennst Du eine Winterdepression eigentlich?

Die medizinisch korrektere Bezeichnungen der Winterdepression lauten übrigens „saisonal-affektive Störung“ oder „Saisonal-Abhängigen-Depression“, abgekürzt wird sie häufig mit „SAD“.

Zu ihren Symptomen können neben der oben bereits erwähnten gedrückten Stimmung auch eine Reduzierung des Energieniveaus, Ängstlichkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Rückzug von sozialen Kontakten, Verlängerung der Schlafdauer, verstärkter Appetit auf Süßes sowie Gewichtszunahme zählen.

Die letzten drei der gerade aufgeführten Symptome stellen übrigens den wesentlichen Unterschied zu einer „klassischen“ klinischen Depression dar: Bei letzterer gehören eher Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme und Schlafverkürzung zum üblichen Erscheinungsbild.

Was sind die Ursachen einer Winterdepression?

Als eine wesentliche Ursache für das Auftreten von Winterdepressionen wird eine Störung des biologischen Tagesrhythmus bedingt durch die im Winter kürzeren Tage und weniger Sonnenlicht angenommen. Dies führt in unserem Gehirn zu einer Störung der tageszeitabhängig schwankenden Serotonin-Melatonin-Konzentrationen.

Bei einem gesunden Menschen sollte tagsüber, unter anderem angestoßen durch eine verstärkte Lichteinwirkung auf die Netzhaut, in der Zirbeldrüse verstärkt Serotonin produziert werden, das dann stimmungsaufhellend wirkt. Gleichzeitig wird damit die Produktion von Melatonin, das uns (üblicherweise nur abends) müde und träge werden lässt, gehemmt.

Ist aber tagsüber die Serotonin-Produktion zu gering und damit gleichzeitig der Melatonin-Spiegel zu hoch, kann das bei einigen Menschen zu einer saisonalen (winterlichen) Depression führen.

Welche ätherischen Öle helfen bei einer Winterdepression?

Klassische Behandlungsansätze bei einer Winterdepression sind die Lichttherapie oder auch die Behandlung mit Antidepressiva. Die Zufuhr des fehlenden Serotonins scheidet als Maßnahme leider aus, da dieses Hormon nicht in der Lage ist, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden.

Wenn Dir nun die symptomatische Behandlung mit Antidepressiva nicht behagt und die ursächliche Behandlung mittels einer Lichttherapie vielleicht nicht ausreichend oder zu zeitaufwändig ist, dann stellen bestimmte ätherische Öle eine großartige Alternative bzw. Ergänzung dar.

Die Wirkungen der Öle, die ich gleich beschreiben werden, sind zudem allesamt durch entsprechende Studien belegt. In einer dieser Studien hat sich übrigens auch gezeigt, dass Patienten, die nur zwei Wochen lang regelmäßig Zitrusöle aromatisch (also mittels eines Ultraschall-Diffusers) angewandt haben, die Dosis ihrer eingenommenen Antidepressiva deutlich reduzieren konnten.

  • Schwarzer Pfeffer
    Das ätherische Öl des schwarzen Pfeffers ist das einzige bekannte Öl, bei dem sich gezeigt hat, dass seine aromatische Nutzung signifikant den Adrenalin-Spiegel erhöht. Hierdurch kann es in Situationen, in denen Lethargie ein Problem darstellt (jedoch nicht, wenn gleichzeitig Angst mit im Spiel ist) hilfreich sein.

  • Grapefruit
    Die Inhalation von Grapefruit-Öl wirkt stimulierend und belebend, und es wurde festgestellt, dass sie die Aktivität des sympathischen Nervensystems (das dafür zuständig ist, den Körper in Leistungsbereitschaft zu versetzen) um bis zu 50% steigert.

  • Jasmin
    Die Wirkung des Jasmins als Antidepressivum ist weithin bekannt. Das Einatmen des vernebelten Öls bewirkt, wie sich herausgestellt hat, eine deutliche Stimulation des autonomen (bzw. vegetativen) Nervensystems, was unter anderem in einer höheren Sauerstoffsättigung des Bluts, in einer erhöhten Aufmerksamkeit und mehr Vitalität resultiert.

  • Zitrone
    In mehreren Studien hat sich gezeigt, dass das ätherische Öl der Zitrone antidepressiv und belebend wirkt. Es reduziert Ängstlichkeit und regt die Serotonin- sowie die Dopamin-Produktion an.

  • Rosmarin
    Die Inhalation von vernebeltem Rosmarin-Öl hat sich bei Konzentrationsproblemen als sehr hilfreich und hoch effektiv erwiesen. Darüber hinaus wirkt es anregend auf die Serotonin-Rezeptoren des Gehirns.

  • Bergamotte
    Studien haben gezeigt, dass der Duft der Bergamotte das Gefühl von Angst und Stress reduziert und auch zu einer leichten Verringerung des Blutdrucks und der Herzfrequenz führt.

  • Muskatellersalbei
    Die deutlich antidepressive Wirkung des ätherischen Öls des Muskatellersalbeis wird vor allem darauf zurückgeführt, dass es sowohl den Dopamin-, als auch den Serotonin-Spiegel erhöht.

  • Orange
    Das aus der Schale der Orange gewonnene Öl wirkt, wie nachgewiesen wurde, beruhigend und angstmindernd und fördert gleichzeitig eine positive, optimistische Stimmung. Darüber hinaus steigert es den Serotonin-Spiegel.

  • Rose
    Die Inhalation von ätherischem Rosenöl führt, wie sich in einer Studie zeigte, zu einer bis zu 30%-igen Reduzierung des Adrenalin-Spiegels. Dadurch eignet sich dieses Öl hervorragend bei extremem Stress, nicht jedoch bei starker Lethargie.

  • Sandelholz
    Traditionell wurde ätherisches Sandelholz-Öl im Buddhismus zur Behandlung von Ängsten, Depression und Schlaflosigkeit verwendet, während tibetanische Mönche es zur Entspannung des Körpers und zur Fokussierung des Geistes beispielsweise während Meditationen nutzen. Im Rahmen einer Forschungsarbeit bestätigte sich tatsächlich, dass die Inhalation von Sandelholz-Öl beruhigend wirkt, während gleichzeitig die Stimmung verbessert und die Aufmerksamkeit gesteigert wurde.

Fazit

Mit ätherischen Ölen hast Du – wie Du nun gesehen hast – bei einer Winterdepression hervorragende Werkzeuge zur Hand, um die Beschwerden auf natürliche und gesunde Weise ganz deutlich zu lindern.

Hierbei solltest Du jedoch nicht einfach alle oben beschriebenen Öle kombinieren. Die Auswahl der Öle, die Du tatsächlich verwenden solltest, hängt vielmehr von den Symptomen ab, die Dir in erster Linie und besonders stark zu schaffen machen.

Um eine spürbare Besserung zu erreichen, würde ich Dir empfehlen, Deine individuelle Öle-Kombination mehrmals täglich für jeweils 30 bis 60 Minuten mittels eines Ultraschall-Diffusers zu vernebeln.


Hinweis: Die in diesem Blog-Artikel ggf. beschriebenen Produkte sind nicht zur Diagnose, Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten bestimmt. Sie ersetzen nicht den Besuch beim Arzt. Die Anwendung erfolgt immer auf eigene Gefahr.


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