Mit ätherischen Ölen gesund durch die kalte Jahreszeit

Draußen wird es nun glücklicherweise bereits wieder etwas wärmer. Bis aber wirklich auch die Erkältungs- und Grippeinfektionen zurückgehen, werden noch einige Wochen vergehen – tatsächlich nimmt die aktuelle Grippesaison weiterhin Fahrt auf und könnte noch bis in den Mai hinein dauern.

Wie hast Du die Wintermonate in dieser Hinsicht bislang überstanden? – Ich selbst begegne so vielen Menschen, die hierzu eine recht schicksalsergebene Einstellung haben. Sie sagen zum Beispiel:

“Meine Kinder bringen im Moment fast jeden zweiten Monat einen Schnupfen mit nach Hause. Das ist schon ganz schön anstrengend.”

“Na ja, fast jeden Winter habe ich eine schwere Erkältung. Da nehme ich dann halt Antibiotika. Es geht ja nicht anders.”

“In dieser Jahreszeit hat fast jeder bei uns daheim erkältet. Sobald einer krank wird, stecken sich alle anderen an. So ist das nun einmal.”

So ist das nun einmal? Wer sagt das? – Glaub’ mir, das ist kein Naturgesetz! Tatsächlich bieten ätherische Öle sehr wirkungsvolle Möglichkeiten, diesen Kreislauf mit natürlichen Mitteln zu durchbrechen. Ich selbst war früher bestimmt vier- bis fünfmal im Jahr erkältet, und das änderte sich nachhaltig, als ich lernte, welche Öle ich in welcher Weise anwenden kann, um mein Immunsystem zu unterstützen.

Diese Erfahrungen möchte ich heute an Dich weitergeben. Und am Ende des Artikels biete ich Dir zusätzlich an, Dir von mir per E-Mail kostenlos eine detaillierte Zusammenstellung von Rezepten zuschicken zu lassen. Sie gibt Dir zu den klassischen Infektionen in dieser Jahreszeit genau an, welche Öle in welcher Weise und Dosierung Du jeweils verwenden kannst.

Wie funktioniert unser Immunsystem überhaupt?

Lass uns, bevor wir auf ätherische Öle zu sprechen kommen, zunächst einmal schauen, aus welchen Bestandteilen unser Immunsystem eigentlich besteht:

Immunsystem

  • Haut und Schleimhäute bilden zusammen die erste Instanz unserer Abwehr. Sie halten zusammen die gröbsten Angriffe von außen ab.
  • Die Mandeln haben zusammen mit den Schleimhäuten die Aufgabe, Bakterien und Viren abzufangen, die über den Mund in den Körper gelangen.
  • Lymphknoten stellen eine „Filterstation“ für die Lymphe (Gewebswasser) dar und entsorgen Erreger.
  • Die Milz ist das größte Lymphorgan. Sie speichert Lymphozyten, Thrombozyten und Makrophagen (Fresszellen) und ist auch in der Lage, Stoffwechselprodukte (Schlacken, Gifte), die nicht ausgeschieden werden können, einzulagern.
  • Etwa 70 Prozent aller Abwehrzellen unseres Körpers sind im Darmbereich zu finden; knapp 80% aller Abwehrreaktionen laufen hier ab. Tatsächlich hat die Darmschleimhaut über die aufgenommene Nahrung, durch Bakterien, Pilze, Viren und andere Krankheitserreger den intensivsten Kontakt zu unserer Außenwelt. Sogar psychische Belastungen wirken sich auf die Immunsituation im Darm aus.

Du siehst also, dass unser Immunsystem aus ganz verschiedenen Bereichen in unterschiedlichen Regionen unseres Körpers besteht. Da liegt es auf der Hand, dass es da nicht “das eine” ätherische Öl gibt, das dieses System in allen seinen Aspekten unterstützt. Vielmehr gibt es mehrere Öle, die mehr oder weniger spezifisch wirken und so zur Unterstützung individueller Bestandteile unseres Immunsystems verwendet werden können.

8 wichtige ätherische Öle für Dein Immunsystem

Basilikum

Basilikum

Basilikum wurde bereits in der Antike unter anderem bei Atemwegsbeschwerden und bei Fieber eingesetzt. Tatsächlich wirkt sein ätherisches Öl, wie heute auch medizinische Studien bestätigen, infektions- und entzündungshemmend sowie auch antiviral.

Aufgrund seiner abschwellenden und schleimlösenden Wirkung kannst Du es sehr gut äußerlich und/oder aromatisch (idealerweise mittels eines Ultraschall-Diffusers) bei Erkältungen und Bronchitis einsetzen. Aber auch Ohrenschmerzen gehören zu den klassischen Anwendungsgebieten des Basilikum-Öls.

Douglastanne

Douglastanne

Auch das ätherische Öl der Douglastanne gehört zu jenen Ölen, die sehr gut zur Anwendung bei Erkältungen, bei Husten und bei Bronchitis geeignet sind. Denn es wirkt schleimlösend, adstringierend (d.h. es fördert das Abschwellen der Schleimhäute) und außerdem ausschwemmend.

Du kannst das Öl beispielsweise äußerlich anwenden. Aber wegen seines intensiven frischen Aromas mit seiner entspannenden Wirkung nicht nur auf die Atemwege, sondern auch auf den Geist bevorzuge ich persönlich hier die aromatische Nutzung im Diffuser.

Air

Air

Speziell zur Unterstützung bei Atemwegsbeschwerden gibt es von dōTERRA zudem die Öle-Mischung Air (ehemals Breathe), die unter anderem die ätherischen Öle aus Lorbeerblättern, Pfefferminze, Eukalyptus, Ravensara und Teebaum enthält.

Diese Mischung wirkt kühlend und belebend und fördert die Befreiung der Atemwege bei Husten und auch bei Stirnhöhlenentzündungen. Gerade bei erkälteten Kindern fördert sie auch sehr gut den ruhigen Schlaf während der Nacht. Du kannst Air sowohl äußerlich anwenden (bei kleineren Kindern würde ich es hierzu mit ein wenig neutralem Trägeröl verdünnen), als auch aromatisch.

Oregano

Oregano

Nun komme ich zu dem Öl schlechthin, wenn es um Grippe und Erkältungskrankheiten geht: Das ätherische Öl des Oreganos hat eine äußerst starke antibakterielle und antivirale Wirkung, so dass es als natürliches Antibiotikum gilt.

Hierdurch ist es ideal zur Anwendung bei Erkältungen und auch bei Grippe, aber beispielsweise auch bei einer Lungenentzündung. Dabei kannst Du das Öl grundsätzlich sowohl aromatisch, äußerlich und auch innerlich anwenden. Da es jedoch zu den sogenannten “heißen” Ölen gehört, solltest Du bei diesem Öl unbedingt ein paar Sicherheitsempfehlungen beachten, die ich Dir ausführlich in Blog-Artikel “So verwendest Du ‘heiße’ Öle richtig” beschrieben habe.

Teebaum

Teebaum

Das ätherische Teebaum-Öl gehört sicherlich zu den Klassikern bei Erkältungskrankheiten. Von den australischen Ureinwohnern wird Teebaumölextrakt tatsächlich bereits seit Jahrtausenden zur Behandlung unter anderem von Wunden und Infektionen eingesetzt, da es schmerzlindernd, entzündungshemmend und antibakteriell wirkt.

So gibt es mittlerweile schon über 500 wissenschaftliche Studien, die sich nur mit den antimikrobiellen Eigenschaften des Öls befasst haben. Tatsächlich werden mittlerweile von Ärzten immer öfter ätherische Öle wie jene des Teebaums und des Oreganos anstelle konventioneller, synthetischer Medikamente empfohlen, da sie genauso effektiv sind, ohne jedoch deren ungünstige Nebenwirkungen aufzuweisen.

Im Hinblick auf die klassischen Winterkrankheiten kannst Du Teebaum-Öl bei Grippe, Husten und bei Hals-, Mandel- und Ohrenentzündungen einsetzen (bei Ohrenentzündungen äußerlich, bei den anderen Beschwerdebildern sowohl äußerlich, als auch aromatisch).

Zypresse

Zypresse

Das ätherische Öl der Zypresse gehört ebenfalls zu jenen Ölen, die antibakteriell, antiseptisch und auch schleimlösend wirken. Dadurch kann es beispielsweise bei Erkältungen und bei Bronchitis verwendet warden.

Insbesondere eignet es sich jedoch zur Unterstützung des lymphatischen Systems, da es hier stimulierend wirkt und zugleich das Abschwellen und Entschlacken der Lymphdrüsen fördert. Hierzu kannst Du das Öl mit einem neutralen Trägeröl verdünnen und dann regelmäßig im Bereich der infektionsbedingt angeschwollenen Lymphknoten auftragen.

On Guard

On Guard

Bei On Guard handelt es sich um eine dōTERRA-eigene Öle-Mischung die ich seit nun schon knapp drei Jahren regelmäßig und mit überragendem Erfolg verwende, sobald ich das Gefühl habe, dass eine Infektion im Anflug ist. On Guard ist eine Komposition der ätherischen Öle von Wildorange, Gewürznelke, Zimtrinde, Eukalyptus und Rosmarin.

Diese Mischung wurde speziell daraufhin zusammengestellt, um sehr effektiv Viren, schädliche Bakterien und Schimmel abzutöten. Du kannst On Guard einnehmen und auch im Ultraschall-Diffuser vernebeln, um Erreger auch in der Raumluft den Garaus zu machen. Dass On Guard insbesondere auch gegen Influenza- bzw. Grippe-Viren sehr wirkungsvoll ist, wurde im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie im Jahr 2010 gezeigt:

Die bei einer Behandlung infizierter Zellen mit der Öle-Mischung On Guard freigesetzten Influenza-Viren wurden um 90% reduziert. Wurden die Influenza-Viren selbst On Guard ausgesetzt, konnte die Neuinfektion gesunder Zellen um 90% reduziert werden.“Protective essential oil attenuates influenza virus infection”, Wu S et al. 2010

Thymian

Thymian

Auch Thymian gehört zu den antibakteriell und antiviral wirkenden Ölen und hat sich inbesondere im Hinblick auf die Anwendung bei Erkältungen, bei Kehlkopf- und Mandelentzündungen, Bronchitis und Lungenentzündungen als sehr wirkungsvoll herausgestellt.

Du kannst das Öl sowohl innerlich, äußerlich, als auch aromatisch nutzen. Da es jedoch zu den etwas schärferen Ölen gehört, empfehle ich Dir, es in einer Leerkapsel einzunehmen und es zur äußerlichen Anwendung im Verhältnis 1:4 mit einem Trägeröl zu verdünnen. Ich selbst gebe bei einer Entzündung im Rachenbereich auch gerne 1-2 Tropfen des Öls in ein Glas Wasser (ca. 150 bis 200 ml) und gurgle hiermit.

Noch einige Empfehlungen zum Abschluss

Du siehst nun, dass es im Bereich der natürlichen Medizin ausgesprochen wirkungsvolle Mittel gegen die klassischen Winterkrankheiten gibt – das eingangs zitierte “So ist das nun einmal” gilt hier also wirklich nicht! Ganz im Gegenteil: Du kannst sehr viel dafür tun, um im Winter gar nicht erst krank zu werden.

Hierzu abschließend noch ein paar Tipps:

Verwende einen Diffuser!

Erkältungs- und Grippe-Erreger breiten sich gerne auch über die Raumluft aus. Wenn Du in einem Büro arbeitest, hat es sich daher sehr bewährt, sich dort einen Ultraschall-Diffuser auf den Schreibtisch zu stellen, über den Du dann beispielsweise die Öle-Mischung On Guard in der Raumluft vernebelst.

Das gleiche gilt auch zuhause, wenn Du dort mit anderen Familienmitgliedern unter einem Dach lebst. So hast Du den bekannten “Ping-pong-Effekt” bei Erkältungen viel besser im Griff.

Trage die Öle bei Dir!

Für mich hat es sich extrem bewährt, bereits beim ersten Anflug einer Erkältung mit ätherischen Ölen gegenzusteuern. Denn wenn eine Erkältung erst einmal so richtig ausgebrochen ist, ist es selbst für ätherische Öle nicht einfach, sie wieder einzudämmen. Ich habe daher die allerwichtigsten Öle, die mir bei einer Erkältung helfen, im Winter immer dabei, wenn ich länger aus dem Haus bin.

Desinfiziere Dir die Hände!

Um Dir auch unterwegs leicht die Hände desinfizieren zu können, besorge Dir einen leeren Pumpzerstäuber und fülle ihn mit etwas Wasser und ein paar Tropfen eines der desinfizierend wirkenden ätherischen Öle. So kannst Du auf chemische Handdesinfektionsmittel verzichten und kannst Dich unterwegs dennoch jederzeit schützen.

Such’ Dir einen Öle-Coach!

Ätherische Öle sind eine unglaublich wertvolle und effektive Unterstützung für die Gesundheit. Und es gibt immer noch etwas Neues zu lernen. Suche Dir daher einen “Öle-Coach”, der Dich dabei unterstützt, die richtigen Optionen für Dich und Deine Familie zu auszuwählen. Ich würde mich freuen, Dich zu unterstützen, wenn auch Du Lust bekommst, mit den Ölen zu starten!

Lade Dir die Anwendungsrezepte zu diesem Artikel herunter!

In diesem Artikel hast Du nun eine Reihe ätherischer Öle kennengelernt, die Dein Immunsystem wirkungsvoll unterstützen können. – Aber wie wendest Du sie richtig an? Das hätte leider den Rahmen des Artikels ein wenig gesprengt. Daher habe ich hierzu ein separates PDF-Dokument erstellt, das Du Dir hier kostenlos zuschicken lassen und dann ausdrucken kannst. Darin erfährst Du für viele der in diesem Artikel erwähnten Beschwerden, welche Öle, welcher Dosierung und welche Anwendungsform jeweils sinnvoll ist. So hast Du, wenn wieder einmal ein Infekt droht, direkt alle Informationen zu Hand!

Hier kannst Du die Rezeptsammlung anfordern:

KOSTENLOSER DOWN​LOAD

Detaillierte Rezepte für ätherische Öle 
gegen Erkältung, Grippe & Co.

Ergänzend zu diesem Blogartikel habe ich für Dich ein PDF-Dokument zum Herunterladen und Ausdrucken erstellt. 

Hierin gebe ich Dir ganz konkrete Anwendungsrezepte für ätherische Öle bei Erkältungen, Grippe- und Halsinfektionen, für Husten und Ohrenschmerzen, zur Lymphsystem-Stimulation und zur Unterstützung der Darm-Gesundheit.


Hinweis: Die in diesem Blog-Artikel ggf. beschriebenen Produkte sind nicht zur Diagnose, Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten bestimmt. Sie ersetzen nicht den Besuch beim Arzt. Die Anwendung erfolgt immer auf eigene Gefahr.


Comments 2

  1. Avatar

    Ich finde Bio ätherische Öle sehr gut und benutze sie auch für verschiedene Anwendungen..aber wie betont nur zertifizierte Bioöle
    Bei allen anderen lasse ich die Finger davon

    1. Holger Bielenstein Post
      Author

      Liebe Rose, die ätherischen Öle von doTERRA verfügen tatsächlich über keine offizielle Bio-Zertifizierung. Und zwar deshalb, weil viele der Öle aus Ländern stammen, in denen es solche Zertifizierungen schlicht nicht gibt. Und es würde die Öle um ein Vielfaches teurer machen, sie einzeln in allen Ländern zertifizieren zu lassen, in die sie verkauft werden.

      Leider gibt es in der gesamten Branche für ätherische Öle keine durchgehenden, international anerkannten Qualitätsstandards, so dass doTERRA gezwungen war, einen eigenen Standard für seine Produkte zu definieren: Er nennt sich „CPTG“ – „Certified Pure Tested Grade“, auf Deutsch also sinngemäß „garantiert reine therapeutische Qualität“. Diesen Qualitätsstandard hat doTERRA ausführlich beschrieben und lässt seine Einhaltung für jede einzelne Charge eines Öls durch unabhängige, externe Labore prüfen. Und auch diese Prüfergebnisse kannst Du auf einer speziellen Website durch Eingabe der Chargennummer, die jeweils auf dem Flaschenboden aufgedruckt ist, abfragen!

      Durch diese Maßnahmen ist nicht nur sichergestellt, dass die Öle immer ausschließlich die deklarierten Bestandteile enthalten und frei sind von Pestiziden und giftigen Chemikalien. Sondern auch, dass sie einen gleichbleibend hohen Wirkstoffgehalt haben, so dass die therapeutische Wirksamkeit sichergestellt ist. Und das ist mehr, als jedes offizielle Bio-Siegel leisten kann!

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