Kleine Verletzungen

Ätherische Öle für kleine Verletzungen

Kleinere Verletzungen gehören leider zum Leben dazu. Egal, ob Verbrennungen, Prellungen oder Verstauchungen, Insektenstiche oder auch Schnitt- und Schürfwunden – so etwas ist im Trubel des Alltags schon einmal schnell passiert. Und insbesondere dann, wenn Du kleinere Kinder hast, kannst Du sicher ein Lied davon singen… ;-)

Glücklicherweise können ätherische Öle auch in diesen Fällen sehr wirkungsvoll helfen. Sie wirken blutungsstillend, schützen die Wunde vor Infektionen, lindern den Schmerz und sie unterstützen eine schnelle und unproblematische Heilung der Verletzung.

Seit ich ätherische Öle verwende, habe ich diese wunderbare Wirkung so häufig erfahren dürfen, dass ich die geeigneten Öle nicht nur zuhause, sonder sogar häufig bei mir habe, wenn ich länger als ein paar Stunden unterwegs bin. Wirklich wichtig hierbei ist allerdings, dass Du ausschließlich absolut reine Öle verwendest – wie jene von dōTERRA –, die für die therapeutische Anwendung geeignet sind.

Und wenn die Verletzung doch ein bisschen größer ist, dann kann es natürlich nach der Erstversorgung mit ätherischen Ölen sinnvoll sein, einen Arzt aufzusuchen, der unter Umständen die weitere Versorgung der Verletzung übernimmt.

Verbrennungen

Es ist bereits einige Jahre her, dass ich mir am Flughafen einen großen Becher Kaffee kaufte. Bei Versuch, ihn mit einem Deckel zu verschließen, stellte ich mich so “geschickt” an, dass ich mir den kompletten brühend heißen Inhalt über die Hand schüttete. Kannst Du Dir diese Schmerzen vorstellen?! Wirklich, das war kein Vergnügen.

Zum Glück hatte ich, wie eigentlich immer, wenn ich reiste, unter anderem ein kleines Fläschchen Lavendel-Öl dabei. Nachdem ich also den Kaffee unter kaltem Wasser schnellstmöglich abgewaschen und so zugleich die Verbrennung gekühlt hatte, gab ich vorsichtig ein wenig des unverdünnten Öls auf die knallrote und verbrühte Haut. In den folgenden beiden Stunden wiederholte ich die Öle-Anwendung alle 10 bis 15 Minuten. Als ich nach 2 Stunden schließlich mein Reiseziel erreichte, waren sowohl die Schmerzen, als auch die Rötung der Haut verschwunden, und die Hand fühlte sich praktisch wieder so an, als wäre nichts geschehen!

Tatsächlich wird ätherisches Lavendel-Öl, das für seine antimikrobiellen Eigenschaften bekannt ist, schon seit Jahrhunderten zur Behandlung verschiedener Arten von Verletzungen verwendet. Der große Nutzen ist mittlerweile auch durch eine Vielzahl medizinischer Studien belegt.

Beispielsweise zeigte Studie aus dem Jahr 2016, dass Lavendel-Öl die Wundheilung in der Frühphase fördert, indem es die Bildung von Kollagen (das der wichtigste Bestandteil der Haut ist) und des sogenannten Granulationsgewebes (dies ist ein Gewebe, das bei der Heilung einer Wunde vorübergehend entsteht und die Grundlage für das schnelle Wachstum einer neuen, unverletzten Hautschicht ist) beschleunigt.

Auch andere ätherische Öle, wie beispielsweise die des Weihrauchs (Frankincense) oder der Strohblume (Helichrysum) haben sich bei Verbrennungen als äußerst hilfreich erwiesen.

Anwendung: Kühle den betroffenen Bereich zunächst eine Minute mit klarem, möglichst kaltem Wasser. Gib anschließend zur Behandlung der Verbrennung 3-5 Tropfen des ätherischen Lavendelöls (ggf. gemischt mit einem halben Teelöffel Kokosöl) auf die verbrannte bzw. verbrühte Haut auf und verteile es vorsichtig mit dem Finger oder einem sauberen Wattebauch. Wiederhole diese Behandlung mit dem Öl anschließend alle 10-15 Minuten, bis Du ein Nachlassen des Schmerzes spürst.

Schnitt- und Schürfwunden, Prellungen

Zur Behandlung von Schnittwunden und Schürfwunden ist Helichrysum, das ätherische Öl der Strohblume, die perfekte Wahl.

Denn zum beugt dieses Öl durch seine antibakteriellen Eigenschaften einer Entzündung der Wunde vor. Zum anderen wirkt es blutungsstillend, schmerzlindernd und unterstützt die Gewebeheilung. Darüber hinaus wirkt das Öl sogar beruhigend und ist so mild, dass es in der offenen Wunde nicht brennt. Durch die Summe dieser Eigenschaften ist es natürlich gerade auch für Kinder, die sich beim Spielen verletzt haben, geradezu perfekt!

Solltest du kein Helichrysum-Öl haben, kannst Du alternativ beispielsweise auch Lavendel-Öl verwenden.

Bei Prellungen handelt es sich um eine Schädigung des Gewebes unterhalb der (mitunter unverletzten) Hautoberfläche. Du erkennst dies häufig an einem Bluterguss oder einer Schwellung. Hierbei ist ebenfalls Helichrysum das Öl der Wahl, und damit es tief genug ins Gewebe eindringen kann, solltest Du es mit ein wenig Kokos- oder Jojoba-Öl verdünnen.

Anwendung: Reinige die Schnitt- bzw. Schürfwunde von eventuellen Verunreinigungen und gib anschließend 1-2 Tropfen des Helichrysum-Öls direkt darauf.

Im Fall einer Prellung verdünne 2 Tropfen des Helichrysum-Öls beispielsweise mit einem halben Teelöffel Jojoba-Öl und reibe die Mischung sanft in die Haut über der Prellung ein.

Verstauchungen

Bei einer Verstauchung handelt es sich um eine übermäßige Dehnung der Bänder, die unsere Gelenke umgeben. Meist sind hierbei die Knöchel, Knie oder Hände betroffen – erkennbar am Anschwellen der entsprechenden Stellen, an Schmerzen und eventuell auch Blutergüssen im betroffenen Bereich.

Die idealen ätherischen Öle zur Behandlung von Verstauchungen sind Majoran und Zitronengras, aber auch Helichrysum, da sie die Gewebeheilung und ein Abschwellen unterstützen.

Anwendung: Verdünne 2 Tropfen Majoran-, Zitronengras- oder Helichrysum-Öl mit einem halben Teelöffel Kokosöl und massiere es sanft im betroffenen Bereich in die Haut. Bis zum Ausheilen der Verstauchung solltest Du diese Anwendung idealerweise drei- bis fünfmal täglich wiederholen.

Insektenstiche

Zur Behandlung von Insektenstichen eigenen sich insbesondere die Öle der Römischen Kamille und des Basilikums.

Das Öl der Kamille wirkt nicht nur beruhigend, es neutralisiert auch Allergien, wirkt entzündungshemmend und unterstützt den Körper dabei, Gifte auszufiltern. Zudem ist es mild genug, um auch bei Kindern und Kleinkindern verwendet zu werden.

Basilikum, der bereits in der Antike bei giftigen Insekten- und Schlangenbissen verwendet wurde, ist ebenfalls infektionshemmend, wirkt abschwellend und regt den Körper zum Ausscheiden von Giftstoffen an. Es sollte jedoch nicht bei Kleinkindern oder bei Epileptikern verwendet werden.

Anwendung: Nach einem Insektenstich entfernst Du zunächst den Stachel, falls dieser noch in der Haut steckt. Anschließend behandelst Du die Wunde mit 1 Tropfen des ätherischen Öls. Noch besser ist es, ein wenig des Öls auf eine kalte Kompresse zu geben, die Du möglichst lange auf den Insektenstich legst.

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Hinweis: Die in diesem Blog-Artikel ggf. beschriebenen Produkte sind nicht zur Diagnose, Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten bestimmt. Sie ersetzen nicht den Besuch beim Arzt. Die Anwendung erfolgt immer auf eigene Gefahr.


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