So verwendest Du “heiße” Öle richtig

Hast Du in Verbindung mit ätherischen Ölen auch schon einmal die Formulierung „heiße Öle“ gehört und Dich gefragt, was es damit auf sich hat? So ging es mir seinerzeit auch, und ich fing an, ein wenig mit Oregano-Öl zu experimentieren. Und irgendwann verstand ich genau, woher diese Bezeichnung kommt… :-)

Tatsächlich handelt es sich hierbei um eine umgangssprachliche Bezeichnung für Öle, die bei unverdünnter Anwendung auf der Haut ein Brennen ähnlich wie bei einem Sonnenbrand hervorrufen können und bei der Einnahme ebenfalls ein brennendes Gefühl im Mund und Rachen bewirken. Ein Chemiker würde bei diesen Ölen den Fachbegriff „kaustisch“ verwenden.

Das klingt nun ziemlich unangenehm und kann einem die entsprechenden Öle bei unangemessener Verwendung tatsächlich ziemlich verleiden. Richtig angewandt haben diese Öle jedoch einen immensen Nutzen für unsere Gesundheit! Es wäre daher wirklich ein Jammer, sie aus dem persönlichen Öle-Repertoire auszuklammern.

In diesem Blog-Artikel möchte ich Dir daher ein paar Anwendungsempfehlungen mit auf den Weg geben, so dass Du mit „heißen“ Ölen sicher umzugehen weißt und Dir ihre Wirkung zunutze machen kannst.

Welche ätherischen Öle gelten als „heiß“?

Ich selbst bevorzuge, wie Du sicher bereits weißt, die ätherischen Öle von dōTERRA. Innerhalb von dōTERRA’s Produktsortiment sind es die folgenden Öle, die als heiß gelten:

  • Cassia
  • Cinnamon Bark (Zimtrinde)
  • Clove (Gewürznelke)
  • Oregano
  • Thyme (Thymian)

Bei der Verwendung aller dieser Öle ist in jedem Fall Sorgfalt geboten. Darüber hinaus gibt es auch einige Öle, die mitunter als „warm“ bezeichnet werden. Diese können die Haut bei weitem nicht so stark reizen, wie „heiße“ Öle, können aber dennoch bei Menschen, die hierauf empfindlich reagieren (beispielsweise bei Kindern oder älteren Menschen) Irritationen hervorrufen, wenn sie unverdünnt angewandt werden. Zu dieser Gruppe gehören Öle wie Black Pepper (Schwarzer Pfeffer), Lemongrass (Zitronengras) und Wintergreen (Wintergrün).

Anwendungsempfehlungen

Versteh‘ mich nicht falsch! – Wie oben bereits geschrieben, besteht trotz der Notwendigkeit zur Beachtung gewisser Empfehlungen kein Grund zur Angst vor der Verwendung „heißer“ Ölen. Diese Öle haben einen sehr großen Nutzen für unsere Gesundheit, und so lohnt es sich sehr, sich mit ihnen vertraut zu machen. (Einige Beispiele zum Nutzen von Oregano-Öl findest Du in einem früheren Blog-Artikel von mir.)

Du solltest lediglich einige Empfehlungen berücksichtigen, um sich sicher und effektiv anwenden zu können:

  1. Verdünne „heiße“ Öle, bevor Du sie auf die Haut aufträgst. Bei den Ölen dieser Kategorie empfiehlt dōTERRA, 1 Tropfen des Öls mit 10 Tropfen eines neutralen Trägeröls zu verdünnen. Letzteres kann beispielsweise ein fraktioniertes Kokosnussöl sein, oder auch ganz einfach das Olivenöl aus Deiner Küche.
    Bei den sogenannten „warmen“ Ölen rät dōTERRA zu einer Verdünnung im Verhältnis 1:5. Bei Kindern ist sowohl bei „heißen“, also auch bei „warmen“ Ölen eine zusätzliche Verdünnung erforderlich.
    Wenn Du mit einem dieser Öle vertraut bist, kannst Du es nach eigenem Ermessen auch unverdünnt verwenden, aber zu Beginn ist eine Verdünnung immer empfehlenswert, denn sie mindert die Wirksamkeit des Öls nicht und hilft, unerwartete Hautreizungen zu vermeiden.
  2. Gib weder „heiß“, noch „warme“ Öle pur ins Badewasser. Eine beliebte Methode zur äußerlichen Anwendung hochwertiger ätherischer Öle ist es, sie ins Badewasser zu geben. „Heiße“ bzw. „warme“ Öle solltest Du jedoch vorher unbedingt entweder mit Badesalz oder mit einem Emulgator (beispielsweise ein wenig Milch oder Kaffeesahne) vermengen, um zu erreichen, dass sie sich gut mit dem Badewasser vermischen, anstatt eine konzentrierte Ölschicht auf der Wasseroberfläche zu bilden.
  3. Verwende Leerkapseln, wenn Du „heiße“ Öle einnehmen möchtest. Wenn Du „heiße“ Öle einnehmen möchtest, tue dies nicht pur. Aufgrund ihrer chemischen Struktur sind diese Öle einfach zu stark, um direkt eingenommen zu werden. Du kannst jedoch problemlos 1-2 Tropfen eines solchen Öls in eine Leerkapsel geben, die Du dann ohne Beschwerden schlucken kannst.
  4. „Heiße“ Ölen können im Diffuser verwendet werden. Die Verwendung „heißer“ Öle in einem Ultraschall-Diffuser stellt kein Problem dar, solange Du Dich nicht zu dicht mit dem Gesicht über den laufenden Diffuser beugst.

So findest Du heraus, ob Du auf ein Öl empfindlich reagierst

Um festzustellen, ob Du auf ein bestimmtes Öl sensibel reagierst, führe den folgenden Test durch: Trage ein oder zwei Tropfen Öl (im Falle eines „heißen“ Öls immer zusammen mit fünf bis zehn Tropfen Trägeröl) auf einen Hautbereich Deines Unterarms auf. Beobachte diesen Bereich bis zu einer Stunde lang auf etwaige, erkennbare Reaktionen – höchstwahrscheinlich würdest Du im Falle einer Sensitivität jedoch bereits innerhalb der ersten 10 Minuten eine Reaktion feststellen.

Wenn Du im Hinblick auf ein bestimmtes Öl über eine erhöhte Sensitivität verfügst, wirst Du dies anhand entsprechender Reaktionen der Haut, des Verdauungssystems, der Atemwege oder anderer Bereiche des Körpers spüren. Anzeichen für eine solche Empfindlichkeit sind im Extremfall Schmerzen, Schwellungen, Hautreizungen, Atembeschwerden oder Magenverstimmungen.

Was solltest Du bei einer Empfindlichkeitsreaktion tun?

Solltest Du nach der Verwendung eines „heißen“ Öls doch einmal eine Empfindlichkeitsreaktion feststellen, so können einfache Maßnahmen in der Regel schnell helfen:

Bei einer Reaktion im Verdauungssystem nach der Einnahme eines „heißen“ Öls stell die weitere Verwendung dieses Öls erst einmal für mehrere Tage ein. Wurde versehentlich eine größere Menge eines solchen Öls auf einmal eingenommen, wende Dich bitte an einen Arzt. Wurden jedoch nur kleine Ölmengen eingenommen, genügt es, viel Flüssigkeit zu trinken.

Bei einer Hautreaktion nach der Verwendung eines „heißen“ Öls solltest Du an der entsprechenden Stelle ein neutrales Trägeröl, beispielsweise fraktioniertes Kokosnussöl, auftragen, bis die Reaktion neutralisiert ist. Wasser solltest Du hierfür nicht verwenden, da Wasser und Öl sich nicht vermischen und das Öl so auf und in der Haut bleibt.

Fazit

Ätherische Öle sind sehr potent, und einige Anwender reagieren hierauf stärkere als andere. Das bedeutet aber keineswegs, dass Du auf „heiße“ Öle verzichten solltest. Ihr Nutzen für Deine Gesundheit kann gewaltig sein und ist die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen wert.

(Die Empfehlungen in diesem Artikel basieren auf entsprechenden Empfehlungen, die dōTERRA in einem Artikel des eigenen Blogs gibt.)

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